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Altersvorsorgedepot für Familien 2027 – bis zu 300 € Kinderzulage je Kind

Kurz erklärt

Für Familien gibt es ab 2027 bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind und Jahr, unabhängig vom Geburtsjahr. Schon 300 € Eigenbeitrag im Jahr schalten die volle Kinderzulage für jedes Kind frei – bei zwei Kindern ergeben sich so 750 € Förderung auf 300 € Beitrag (250 %).

Für Familien ist das Altersvorsorgedepot 2027 besonders attraktiv: Zusätzlich zur Grundzulage gibt es eine Kinderzulage von bis zu 300 Euro pro Kind und Jahr. Wer Kinder hat, holt so einen großen Teil seiner Einzahlung als staatliche Förderung zurück.

Wie funktioniert die Kinderzulage ab 2027?

Für jedes kindergeldberechtigte Kind gibt es bis zu 300 € Zulage pro Jahr – anders als bei Riester unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes. Bereits ein Jahresbeitrag von 300 € sichert die volle Kinderzulage für alle Kinder – und dieselben eingezahlten Euro zählen gleichzeitig für die Grundzulage.

Kinderzulage – was ändert sich gegenüber Riester?

Im neuen System beträgt die Kinderzulage bis zu 300 Euro je Kind und Jahr – unabhängig vom Geburtsjahr. Im alten Riester gibt es 185 Euro für vor 2008 geborene Kinder und 300 Euro für ab 2008 geborene. Für Familien mit älteren Kindern kann das neue System bei der Kinderzulage also vorteilhafter sein. Die Kinderzulage wird je Kind einem Elternteil zugeordnet.

Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen und verkündet (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026, BGBl. 2026 I Nr. 156 vom 29.05.2026); die neue Förderung gilt ab 1. Januar 2027. Werte auf Basis des Gesetzestextes. Offen sind nur noch einzelne untergesetzliche Details, etwa zur Verordnung für das staatliche Standarddepot. Stand: August 2026.

Wie wirken Grundzulage und Kinderzulage zusammen?

Die Kinderzulage kommt zur normalen Grundzulage (bis 540 €) hinzu. Gerade für Familien mit mehreren Kindern kann die staatliche Förderung dadurch einen sehr hohen Anteil des Eigenbeitrags ausmachen. Wer die Förderung zusätzlich in einem kostengünstigen Depot anlegt (nach aktueller Marktbeobachtung grob 0,2 %–0,5 % pro Jahr, keine gesetzliche Vorgabe), lässt mehr Kapital für die Familie arbeiten. Gesetzlich festgelegt ist nur der Effektivkosten-Deckel des staatlichen Standarddepots (max. 1 % pro Jahr). Ein Wertpapierdepot bietet dabei keine Kapitalgarantie: Kurse schwanken, Verluste sind möglich.

Beispielrechnung

Zahlst du 1.200 € im Jahr ein und hast 2 Kinder, ergibt das eine Grundzulage von 390 € plus Kinderzulage von 600 € für 2 Kinder – zusammen 990 € Förderung, eine Quote von rund 82,5 % auf deinen Eigenbeitrag – eine deutlich höhere Förderquote als ohne Kinder. Deine genaue Zahl zeigt der Rechner oben (auf zwei Kinder voreingestellt).

Ein Vertrag oder mehrere in der Familie?

Grundsätzlich baut jede förderberechtigte Person ihre eigene Vorsorge auf. Ob sich für Paare ein oder zwei Verträge lohnen, hängt vom Einzelfall ab. Ist ein Partner nicht erwerbstätig (z. B. als Hausfrau oder Hausmann), kann er oder sie trotzdem über die mittelbare Zulageberechtigung profitieren – mehr dazu auf unserer Seite für Ehepartner.

Das Altersvorsorgereformgesetz ist beschlossen und verkündet (Bundestag 27.03.2026, Bundesrat 08.05.2026, BGBl. 2026 I Nr. 156 vom 29.05.2026); die neue Förderung gilt ab 1. Januar 2027. Werte auf Basis des Gesetzestextes. Offen sind nur noch einzelne untergesetzliche Details, etwa zur Verordnung für das staatliche Standarddepot. Stand: August 2026.

Dein Rechner, vorbelegt für Familien mit Kindern

Die Angaben sind bereits mit einem typischen Beispiel für dich vorausgefüllt – du kannst sie jederzeit anpassen.

Deine Angaben

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser – deine Angaben werden nicht an einen Server übertragen.

Minimum = Mindestbeitrag für Förderung · Volle Zulage = Grundzulage voll ausgeschöpft (540 €) · Maximum = Höchstbeitrag.

1.200 € / Jahr

z. B. 1990 (1926–2011)

0 bis 10

Wird für die Steuerberechnung genutzt (Schätzung des zu versteuernden Einkommens).

Erweiterte Angaben (optional)

Das staatliche Standarddepot ist gesetzlich bei höchstens 1 % laufenden Kosten pro Jahr gedeckelt; Depots bei Neo-Brokern liegen oft bei etwa 0,2 % bis 0,5 %.

Falls bekannt: ersetzt die grobe Schätzung aus dem Bruttoeinkommen für ein genaueres Ergebnis.

Maximal geförderter Beitrag: 1.800 € / Jahr. Absoluter Höchstbeitrag (nur Steuerstundung darüber): 6.840 € / Jahr.

Deine jährliche Förderung

390 €

Das entspricht einer Förderquote von 32,5 % auf deinen Eigenbeitrag.

Du zahlst

1.200 €

Der Staat legt drauf

390 €

Insgesamt im Vertrag

1.590 €

Aufschlüsselung deiner Zulage

Zulage gesamt390 €
  • Grundzulage390 €
  • Kinderzulage (0 Kinder)0 €
  • Berufseinsteigerbonus0 €

Günstigerprüfung: Zulage oder Steuervorteil?

Das Finanzamt prüft automatisch, welcher Weg für dich günstiger ist – du bekommst immer den besseren der beiden. Die Zulage fließt direkt in deinen Vertrag, ein höherer Steuervorteil wird über die Steuererklärung erstattet.

Zulagenweggünstiger390 €
Steuervorteil (Sonderausgabenabzug)355 €

Für die Steuerberechnung wurde dein zu versteuerndes Einkommen grob aus deinem Bruttoeinkommen geschätzt (≈ 34.734 €). Für ein genaues Ergebnis trage dein zvE aus dem Steuerbescheid in den erweiterten Angaben ein.

Geschätztes Endkapital bis zum Renteneintritt (67 Jahre)

111.674 €

  • Eigenbeitrag 37.200 €
  • Förderung 12.090 €
  • Wertzuwachs 62.384 €

Gerechnet wird mit einer effektiven Rendite von 4,7 % p. a.: 5 % angenommene Rendite abzüglich 0,3 % laufender Depotkosten. Die Kosten sind dabei vereinfacht als pauschaler jährlicher Abzug von der Rendite angesetzt; tatsächliche Kostenstrukturen (Depot-, Fonds- und Transaktionskosten) können hiervon abweichen.

Was heißt das für deine monatliche Auszahlung? (Schätzung)

ca. 517 €/Monat (Alter 67–85)

Vereinfachte Illustration: Das Kapital wird gleichmäßig bis zum 85. Lebensjahr verteilt – ohne unterstellte Rendite in der Auszahlphase. Je nach gewähltem Modell kann ein Teil des Kapitals zurückgelegt werden, um ab 85 eine lebenslange Rente zu finanzieren (Langlebigkeitsschutz); dann liegt die Rate bis 85 niedriger. Ein reiner Auszahlplan endet dagegen mit 85. Die tatsächliche Monatszahlung kann daher abweichen.

Die Auszahlungen sind nachgelagert zu versteuern – erst im Rentenalter mit deinem dann geltenden persönlichen Steuersatz.

Alle Werte in dieser Schätzung sind unverbindlich und beziehen sich nach derzeitigem Stand auf ein Renteneintrittsalter von 67 Jahren.

Mehr zur Auszahlungsphase

Vergleich mit ungefördertem Sparplan

Wie viel macht die staatliche Förderung über die Laufzeit aus?

Hinweis: Sämtliche Ergebnisse dieses Rechners – Zulage, Günstigerprüfung, Steuervorteil, Hochrechnung und Auszahlung – sind unverbindliche Schätzungen und keine Zusage. Sie stellen weder eine Steuer- noch eine Anlage- oder Versicherungsberatung dar. Für deine individuelle Situation wende dich bitte an eine:n Steuerberater:in bzw. an eine unabhängige, fachkundige Beratung.

Depot oder Versicherung? Die Produktweiche

Die staatliche Förderung ist in beiden Produktwelten identisch – hier geht es nur um Kosten, Risiko, Garantien und Auszahlform. Beantworte drei kurze Fragen, es gibt kein richtig oder falsch.

sicherheitsorientiertrisikofreudig

Deine Antworten tendieren eher zum Altersvorsorgedepot

Das ist keine Empfehlung, sondern spiegelt nur deine Angaben zu Risiko, Eigenverantwortung und Zeithorizont wider.

Spricht für das Altersvorsorgedepot

  • Noch 31 Jahre bis zur Rente: Bei diesem langen Horizont kann eine renditeorientierte, aktienbasierte Anlage ihr Potenzial entfalten – im Depot zu besonders niedrigen Kosten.
  • Du möchtest deine Geldanlage selbst steuern, ohne Vermittler:in.
  • Du bevorzugst einen flexiblen Auszahlplan statt einer lebenslangen Rentengarantie.
  • Niedrige laufende Kosten sind dir wichtig – Neo-Broker-Depots liegen nach aktueller Marktbeobachtung bei ca. 0,2–0,5 % p. a. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur der Effektivkosten-Deckel des staatlichen Standarddepots von maximal 1,0 % p. a.; private Versicherungen können auch darüber liegen.

Marktbeobachtung, keine gesetzliche Vorgabe: übliche Kosten 0,2 % – 0,5 % p. a., keine Garantie, flexibler Auszahlplan.

Spricht für die Versicherungslösung

Bei deinem Profil kein starkes Argument in diese Richtung.

Meist mit Garantie, lebenslange Rente möglich; laufende Kosten marktüblich und gesetzlich nicht gedeckelt. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur der Effektivkosten-Deckel des staatlichen Standarddepots (1 % p. a.).

Hinweis: Dass sich Kursschwankungen über lange Zeiträume ausgleichen können, gilt für jede aktienbasierte Anlage – auch für eine fondsgebundene Versicherung. Der eigentliche Unterschied zwischen Depot und Versicherung liegt bei den Kosten, der Garantie und der Auszahlform.

FAQ für Familien mit Kindern

Wie hoch ist die Kinderzulage?

Bis zu 300 € pro Kind und Jahr, für jedes kindergeldberechtigte Kind.

Gilt die Zulage auch für ältere Kinder?

Die Kinderzulage ist an die Kindergeldberechtigung geknüpft, unabhängig vom Geburtsjahr.

Muss ich mehr einzahlen, um die volle Kinderzulage zu bekommen?

Bereits ein Jahresbeitrag von 300 € sichert die volle Kinderzulage für alle Kinder – und dieselben eingezahlten Euro zählen gleichzeitig für die Grundzulage.

Wie und wann wird das Familien-Guthaben später ausgezahlt?

Die Auszahlung kann nach derzeitigem Stand frühestens ab dem 65. Lebensjahr beginnen – wahlweise als befristeter Auszahlplan oder als lebenslange Rente. Zur Auszahlungsphase

Wie viel Kinderzulage gibt es 2027?

Bis zu 300 € pro Kind und Jahr – unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes, solange Kindergeldberechtigung besteht.

Wie viel Förderung bekomme ich mit zwei Kindern?

Bei 300 € Eigenbeitrag im Jahr sind es 150 € Grundzulage plus 600 € Kinderzulage – zusammen 750 € Förderung, also eine Förderquote von 250 %.

Wem wird die Kinderzulage zugeordnet?

Die Kinderzulage wird je Kind einem Elternteil zugeordnet.

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Marcel Knoll

Fachautor für private Altersvorsorge

Ausgebildeter Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK), geprüfter Fachwirt für Versicherungen und Finanzen (IHK), Fachmann für Finanzanlagen (DVA) und Bachelor of Arts in Insurance Management (TH Köln). Er bereitet die Regeln der geförderten Altersvorsorge verständlich, neutral und faktenbasiert auf.

Mehr über den Autor

Hinweis: Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Seite bietet weder Steuer- noch Anlage- oder Versicherungsberatung und ersetzt keine individuelle fachkundige Beratung.